Agaporniden (Unzertrennliche, Lovebirds)

Agaporniden, auch „Unzertrennliche“ oder „Lovebirds“ genannt, sind kleine Papageien aus Afrika. Ihre enge Partnerbindung fällt besonders auf: Vertraute Tiere sitzen zusammen, pflegen gegenseitig ihr Gefieder und können sich beim Füttern beobachten lassen.

Hinter dem liebevollen Namen stehen allerdings durchsetzungsstarke Vögel mit eigenen Ansprüchen. Agaporniden brauchen passende Artgenossen, Platz zum Fliegen, Beschäftigung und eine ausgewogene Ernährung. Mit Wellensittichen sollten sie nicht gemeinsam untergebracht werden.

Steckbrief: Was sind Agaporniden?

Agaporniden gehören zur Gattung Agapornis. Sie umfasst neun Arten. Die natürlichen Verbreitungsgebiete liegen auf dem afrikanischen Festland und bei den Grauköpfchen auf Madagaskar.

Merkmal Einordnung
Wissenschaftliche Gattung Agapornis
Weitere Namen Unzertrennliche, Lovebirds
Herkunft Afrikanisches Festland und Madagaskar
Artenzahl Neun Arten
Körpergröße Je nach Art ungefähr 13–17 cm
Gewicht Bei häufig gehaltenen Arten etwa 40–60 g; artabhängig
Lebenserwartung Häufig etwa 10–15 Jahre; einzelne Tiere können älter werden
Sozialverhalten Soziale Vögel mit ausgeprägter Partnerbindung
Wichtige Besonderheiten Kräftiger Schnabel, deutliches Revierverhalten und laute Rufe
Zwei Agaporniden sitzen eng beieinander

Eine enge Bindung entsteht zwischen passenden Tieren. Zwei beliebige Agaporniden bilden nicht automatisch ein harmonisches Paar.

Warum heißen Agaporniden „Unzertrennliche“?

Der Name bezieht sich auf die enge Bindung zwischen Partnern. Gegenseitige Gefiederpflege, gemeinsames Ruhen und Partnerfütterung gehören zu ihrem sozialen Verhalten.

Trotzdem sind Agaporniden keine grundsätzlich friedlichen Kuschelvögel. Sie können Plätze und Ressourcen verteidigen. Besonders bei Brutaktivität oder unpassender Zusammensetzung können Konflikte entstehen.

Menschliche Zuwendung ersetzt keinen Artgenossen. Auch ein zahmer Vogel braucht passende soziale Kontakte zu anderen Agaporniden.

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Die neun Agaporniden-Arten im Überblick

Rosenköpfchen, Pfirsichköpfchen und Schwarzköpfchen begegnen dir besonders häufig in der Heimtierhaltung. Beschreibungen des Gefieders beziehen sich im Folgenden auf die natürliche Färbung. Zuchtfarben können deutlich davon abweichen.

Rosenköpfchen – Agapornis roseicollis

Rosenköpfchen haben in der natürlichen Färbung überwiegend grünes Gefieder, ein rosafarbenes Gesicht und einen blauen Bürzel. Sie besitzen keinen auffälligen unbefiederten weißen Augenring.

Bei dieser Art lassen sich Männchen und Weibchen nicht zuverlässig allein anhand der Gefiederfarbe unterscheiden.

Pfirsichköpfchen – Agapornis fischeri

Pfirsichköpfchen gehören zu den Augenring-Agaporniden. Die natürliche Färbung zeigt einen orangefarbenen Kopfbereich, einen gelblichen Übergang zur grünen Brust, einen roten Schnabel und einen blauen Bürzel. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Tansania.

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Pfirsichköpfchen

Pfirsichköpfchen gehören zu den Agaporniden mit auffälligem weißem Augenring.

Schwarzköpfchen – Agapornis personatus

Schwarzköpfchen besitzen in der natürlichen Färbung einen dunklen Kopf, einen gelben Brust- und Halsbereich sowie überwiegend grünes Gefieder. Hinzu kommen ein roter Schnabel und ein weißer Augenring. Die Art stammt ursprünglich aus Tansania.

Schwarzköpfchen

Beim Schwarzköpfchen ist die dunkle Kopfzeichnung ein Merkmal der natürlichen Färbung.

Die weiteren sechs Arten

  • Rußköpfchen – Agapornis nigrigenis.
  • Erdbeerköpfchen – Agapornis lilianae.
  • Grauköpfchen – Agapornis canus.
  • Taranta-Unzertrennliche – Agapornis taranta.
  • Orangeköpfchen – Agapornis pullarius.
  • Grünköpfchen – Agapornis swindernianus.

Nicht alle Arten stellen dieselben Anforderungen an Ernährung, Klima und Unterbringung. Informationen zu häufig gehaltenen Arten lassen sich deshalb nicht ungeprüft auf jeden Agaporniden übertragen.

Farbschlag ist nicht dasselbe wie Art

Blaue, gelbe oder anders gefärbte Vögel sind nicht automatisch eigene Arten. Farbmutationen verändern das Gefieder, nicht die grundsätzliche Artzugehörigkeit. Auch Kreuzungen können die Bestimmung erschweren.

Lass dir beim Erwerb die genaue Art und die vorhandenen Herkunftsunterlagen nennen. Verlasse dich nicht nur auf eine Farbbezeichnung im Verkaufsangebot.

Agaporniden mit unterschiedlichen Gefiederfarben

Verschiedene Gefiederfarben können durch Farbmutationen entstehen. Farbe und Artzugehörigkeit müssen getrennt betrachtet werden.

Partnerwahl: Welche Agaporniden passen zusammen?

Plane mindestens eine verträgliche Paarhaltung. Ein bereits harmonierendes Paar gemeinsam zu übernehmen, kann den Einstieg erleichtern. Trenne ein verbundenes Paar nicht, um nur einen einzelnen Vogel zu kaufen.

Als Orientierung nennt die Universität Leipzig die Haltung eines Männchens mit einem Weibchen oder zweier Männchen. Zwei Weibchen sind häufig schwieriger miteinander zu halten. Eine Geschlechtskombination allein garantiert jedoch keine Verträglichkeit.

Bevorzugt wird ein passender Partner derselben Art. Die Einführung eines neuen Vogels braucht Gesundheitskontrolle, Planung und Beobachtung. Setze einen unbekannten Vogel nicht einfach in das Revier eines anderen.

Woran erkennst du ein Problem bei der Zusammenführung?

Kurze Auseinandersetzungen sind anders zu beurteilen als anhaltendes Jagen, Blockieren des Futterzugangs oder Verletzungen. Kann ein Vogel nicht ausweichen oder wird er ständig bedrängt, muss die Situation verändert werden.

Sorge für eine sichere Trennmöglichkeit und hole fachkundige Hilfe, statt Konflikte unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Bei Bissverletzungen ist eine vogelkundige Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Was passiert, wenn ein Partner stirbt?

Plane nach einem Partnerverlust nicht dauerhaft Einzelhaltung. Zunächst sollten Todesursache und Gesundheitszustand des verbliebenen Vogels geklärt werden. Danach kann eine passende neue Verpaarung vorbereitet werden.

Geschlecht bestimmen: Was ist zuverlässig?

Bei Rosen-, Pfirsich- und Schwarzköpfchen lässt sich das Geschlecht nicht zuverlässig anhand der Gefiederfarbe erkennen. Kopfgröße, Beckenknochenabstand und Verhalten sind keine sichere Bestimmung.

Bei Grauköpfchen, Taranta-Unzertrennlichen und Orangeköpfchen gibt es dagegen äußere Geschlechtsunterschiede. Die pauschale Aussage, alle Agaporniden sähen bei beiden Geschlechtern gleich aus, ist deshalb falsch.

Eine DNA-Untersuchung kann bei unklarer Geschlechtszuordnung helfen. Kläre mit der Praxis oder dem Labor, welches Probenmaterial benötigt wird. Entnimm nicht ungeübt Federn.

Ein Beispiel für eine Laborleistung findest du bei Tauros Diagnostik zur DNA-Geschlechtsbestimmung. Beachte die jeweiligen Vorgaben zur Probenentnahme.

Voliere und Freiflug: Wie viel Platz brauchen Agaporniden?

Agaporniden brauchen Raum für Bewegung, Abstand zwischen den Tieren und gut erreichbare Ressourcen. Eine hohe, schmale Unterbringung bietet nicht automatisch genügend Flugstrecke.

Die Universität Leipzig empfiehlt für ein Paar eine Voliere von mindestens 1,5 × 1 × 1 m. Für jedes weitere Paar soll die Grundfläche um 50 Prozent erweitert werden. Diese Maße sind eine fachliche Orientierung, keine pauschale Aussage über gesetzliche Mindestgrößen.

Die Empfehlungen kannst du im Haltungsflyer der Universität Leipzig zu Agaporniden nachlesen.

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Tägliche sichere Flugmöglichkeiten gehören zur Planung. Freiflug ist keine Begründung, eine zu kleine Unterbringung zu wählen. Käfig oder Voliere müssen auch während deiner Abwesenheit ausreichend nutzbar sein.

Einrichtung ohne überfüllten Flugraum

  • Geeignete Naturäste mit unterschiedlichen Durchmessern.
  • Mehrere gut erreichbare Futter- und Wasserplätze bei Bedarf.
  • Stabile Ruheplätze und ausreichend Ausweichmöglichkeiten.
  • Knabberangebote, die Flugwege nicht blockieren.
  • Eine freiwillig nutzbare, saubere Badegelegenheit.

Allgemeine Hinweise zur Materialauswahl bei Sitzgelegenheiten findest du unter Sitzstangen und Naturäste für Vögel. Der Beitrag behandelt Wellensittiche; Größe und Befestigung müssen an Agaporniden angepasst werden.

Außenhaltung braucht eine eigene Planung

Eine Außenvoliere muss Schutz vor Wetter, Überhitzung, Entfliegen und anderen Tieren bieten. Zusätzlich ist ein geeigneter, frostfreier beziehungsweise bei Bedarf beheizbarer Schutzbereich nötig.

Die Anforderungen hängen von Art, Gewöhnung, Gesundheitszustand und örtlichem Klima ab. Eine einzelne Temperaturangabe ist keine umfassende Haltungsanleitung. Kläre die konkrete Gestaltung fachkundig, bevor du Wohnungsvögel nach draußen setzt.

Beschäftigung: Was können Agaporniden tun?

Biete Möglichkeiten zum Knabbern, Erkunden, Klettern und zur Futtersuche. Beginne mit übersichtlichen Angeboten und beobachte, wie die Tiere sie nutzen.

  • Geeignete unbehandelte Zweige zum Bearbeiten von Rinde und Oberfläche.
  • Passende Knabbermaterialien mit überprüfter Befestigung.
  • Einfache Futtersuchaufgaben, während die ausreichende Versorgung gewährleistet bleibt.
  • Freiwilliges Training mit kleinen Belohnungen.

Prüfe auch Naturmaterial auf lose Fasern, problematische Öffnungen und Schäden. Der kräftige Schnabel kann Zubehör anders beanspruchen als bei Wellensittichen. Unbeaufsichtigte Nudelketten, lange Schnüre oder improvisierte Drahtaufhängungen sind keine pauschal sicheren Bastelideen.

Agaporniden und Wellensittiche gemeinsam halten?

Von gemeinsamer Unterbringung ist dringend abzuraten. Agaporniden können andere Vögel insbesondere an Füßen und Zehen schwer verletzen. Eine große Voliere allein beseitigt dieses Risiko nicht.

Auch benachbarte Käfige müssen so stehen, dass kein Vogel durch das Gitter an Füße oder Schnabel des anderen gelangt. Plane getrennte Unterbringung und keinen unbeaufsichtigten gemeinsamen Freiflug.

Weitere Informationen findest du im Ratgeber zur Vergesellschaftung von Wellensittichen.

Ernährung: Was fressen Agaporniden?

Eine reine Saatenfütterung ist nicht ausgewogen. Sie kann zu einer unpassenden Energie- und Nährstoffversorgung führen. Ein abwechslungsreicher Futterplan muss deshalb mehr berücksichtigen als eine als „Agapornidenfutter“ verkaufte Körnermischung.

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VCA empfiehlt für häufig gehaltene Agaporniden ein geeignetes formuliertes Pelletfutter als wesentlichen Bestandteil, ergänzt durch Gemüse und begrenzte Mengen Obst. Die konkrete Ration sollte zur Art und zum einzelnen Vogel passen.

Die tierärztlichen Hinweise findest du unter VCA: Ernährung von Agaporniden. Der Beitrag ist auf Englisch.

Futterumstellung nicht abrupt durchführen

Ein Vogel muss neues Futter tatsächlich erkennen und aufnehmen. Entziehe vertrautes Futter nicht einfach, um eine Umstellung zu erzwingen. Plane Veränderungen mit einer vogelkundigen Praxis und kontrolliere Futteraufnahme und Gewicht.

Frischfutter und Wasser

Biete geeignetes, sauberes Gemüse an, zum Beispiel Möhre, Paprika oder Zucchini. Obst kann in begrenzten Mengen Teil des Plans sein. Entferne feuchte Reste zeitnah und reinige Näpfe regelmäßig.

Frisches Trinkwasser muss jederzeit verfügbar sein. Avocado, Alkohol, Schokolade und koffeinhaltige Getränke gehören nicht zum Futter.

Brauchen Agaporniden Grit und Mineralpräparate?

Unlöslicher Grit ist für Agaporniden keine notwendige Verdauungshilfe: Sie schälen ihre Saaten. Übermäßige Aufnahme kann problematisch sein.

Calciumquellen und weitere Ergänzungen müssen zur Gesamtration passen. Ein Mineralstein und zusätzliche Pulver sind nicht automatisch nötig, nur weil mehrere Produkte verfügbar sind. Bei Eiablage oder Erkrankungen ist eine individuelle Abstimmung besonders wichtig.

Brut vermeiden oder Zucht bewusst planen

Agaporniden sind Höhlenbrüter. Eine Paarhaltung bedeutet aber nicht, dass du einen Nistkasten anbieten oder Nachwuchs zulassen musst. Zucht erfordert deutlich mehr Vorbereitung als die normale Haltung.

Agaporniden-Jungvogel mit grauem Flaum und wachsenden Federn auf einem rosafarbenen Handtuch

Agaporniden-Jungvogel mit noch nicht vollständig ausgebildetem Gefieder.

Dazu gehören Gesundheit und Eignung der Eltern, eine passende Ernährung, Kenntnisse zur Jungenentwicklung, verfügbare Hilfe bei Problemen und geeignete Plätze für alle Jungvögel.

Eine pauschale Regel wie „zwei Bruten im Jahr sind erlaubt“ ist keine Garantie für eine gesundheitlich vertretbare Belastung. Bei wiederholter Eiablage, Schwäche oder auffälligem Verhalten ist eine vogelkundige Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Nistmaterial: Agaporniden bauen eigene Nester

Agaporniden nutzen eine Bruthöhle nicht nur als leeren Platz zur Eiablage. Sie bearbeiten und transportieren Pflanzenmaterial, aus dem sie ein Nest aufbauen. Nestform und Transportverhalten unterscheiden sich zwischen den Arten.

Pfirsichköpfchen können aus Rindenstreifen, dünnen Zweigen und weiteren Pflanzenteilen ein überdachtes Nest innerhalb der Bruthöhle bauen. Sie tragen das Material mit dem Schnabel hinein. Rosenköpfchen sind dagegen dafür bekannt, Materialstreifen im Gefieder zu transportieren.

Welches Nistmaterial kommt infrage?

Für häufig gehaltene Arten können geeignete, unbehandelte frische Zweige eine Grundlage sein. Besonders Weidenzweige werden zum Bearbeiten und Gewinnen von Rindenstreifen genutzt. Auch geeignete Haselnuss- oder Obstbaumzweige kommen je nach Art und Zuchtplanung infrage.

  • Verwende nur sicher bestimmte Pflanzenarten aus nachvollziehbarer, unbelasteter Herkunft.
  • Nutze keine gespritzten, lackierten oder anderweitig behandelten Zweige.
  • Prüfe das Material auf Schimmel, starke Verschmutzung und scharfe Stellen.
  • Biete handhabbare Zweige an, statt den Nistkasten mit Material vollzustopfen.
  • Stimme Auswahl und Bereitstellung auf die gehaltene Agaporniden-Art ab.

Frische Zweige sind nicht nur Füllmaterial: Die Vögel können sie selbst bearbeiten und passende Streifen oder Stücke gewinnen. Ergänzende Informationen zum Nestbau bietet der Vogelbund-Beitrag über Pfirsichköpfchen. Seine Angaben beziehen sich auf diese Art und sind keine allgemeine Anleitung für sämtliche Agaporniden.

Hygiene und Kontrolle während des Nestbaus

Lagere bereitgestelltes Material sauber und kontrolliere es auf Verderb. Befeuchte den Nistkasten nicht auf eigene Faust und sprühe keine Desinfektionsmittel ins Nest.

Nötige Nestkontrollen sollten geplant, kurz und möglichst störungsarm erfolgen. Sobald Eier oder Jungvögel vorhanden sind, werden größere Eingriffe und ein Austausch des Nestmaterials nicht ohne fachkundige Rücksprache durchgeführt.

Wenn du keine Zucht möchtest

Biete keine Nistkästen, geschlossenen Schlafhäuschen oder anderen höhlenartigen Brutplätze an. Nutze offene, sichere Ruheplätze. Geeignete Zweige können weiterhin der Beschäftigung dienen, ohne daraus eine Bruthöhle einzurichten.

Intensive Beschäftigung mit einer dunklen Ecke, das Verteidigen eines möglichen Nistplatzes oder wiederholte Eiablage sind Gründe, Einrichtung und Haltung zu überprüfen. Bei anhaltender Brutaktivität solltest du dich fachkundig beraten lassen.

Jungenaufzucht nicht improvisieren

Setze gewöhnliches Eifutter nicht mit Handaufzuchtfutter gleich. Wenn Eltern ihre Jungen nicht ausreichend versorgen, brauchst du frühzeitig fachkundige Hilfe. Eine ungeübte Spritzenfütterung ist keine sichere Notlösung.

Artenschutz und rechtliche Hinweise in Deutschland

Unterscheide Artenschutzstatus, Herkunftsnachweis, Meldepflicht, Kennzeichnung und mögliche gewerbliche Erlaubnispflichten. Diese Fragen sind nicht für alle Agaporniden identisch.

Beispielsweise sind Pfirsichköpfchen, Schwarzköpfchen und Rußköpfchen in Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung von der dort genannten Anzeigepflicht ausgenommen. Daraus folgt keine pauschale Befreiung von sämtlichen artenschutzrechtlichen Anforderungen.

Die Regelung findest du in Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung.

Kläre vor dem Erwerb die genaue Art und die erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Artenschutzbehörde. Für Besitz, Kauf, Verkauf und Meldung sind die Landesbehörden zuständig. Das Bundesamt für Naturschutz erklärt die Zuständigkeiten im Artenschutzvollzug.

Bei Zucht oder regelmäßigem Verkauf solltest du zusätzlich das Veterinäramt zu möglichen Erlaubnispflichten befragen. Der Wegfall früherer Regelungen bedeutet nicht, dass jede Zuchttätigkeit ohne weitere Voraussetzungen möglich ist.

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Agaporniden kaufen oder übernehmen: Eine praktische Checkliste

Prüfe neben Züchtern und Handel auch Tierheime und seriöse Abgabestellen. Ein bereits verträgliches Paar kann eine gute Möglichkeit sein, ohne zwei unbekannte Tiere zusammenführen zu müssen.

Fragen an die abgebende Person

  • Welche Art sind die Vögel?
  • Wie wurde das Geschlecht bestimmt?
  • Besteht eine beobachtete Partnerbindung?
  • Wie alt sind sie und welche Unterlagen gibt es?
  • Welche Untersuchungen und Erkrankungen sind bekannt?
  • Was fressen die Tiere tatsächlich?
  • Wie wurden sie bisher untergebracht?
  • Warum werden sie abgegeben?

Futterfestigkeit ist wichtiger als eine pauschale Alterszahl

Übernimm keine noch unselbstständig gefütterten Jungvögel, die du selbst „fertig aufziehen“ sollst. Sie müssen zuverlässig eigenständig fressen. Eine Altersangabe allein beweist das nicht.

Jugendmauser, Ausfärbung, Geschlechtsreife und Futterfestigkeit sind unterschiedliche Entwicklungsschritte. Sie sollten nicht als ein einziger Abgabezeitpunkt behandelt werden.

Ein gesundes Aussehen reicht nicht als Gesundheitscheck

Klare Augen, sauberes Gefieder und lebhaftes Verhalten sind wichtige Beobachtungen, ersetzen aber keine Untersuchung. Kläre Eingangsuntersuchung und Quarantäne, bevor neue Vögel zu einem Bestand kommen.

Häufige Fragen zu Agaporniden

Agaporniden sind kleine Papageien der Gattung Agapornis. Sie werden auch Unzertrennliche oder Lovebirds genannt. Die Gattung umfasst neun Arten.

Dauerhafte Einzelhaltung ist nicht tiergerecht. Plane mindestens zwei verträgliche Agaporniden. Menschliche Zuwendung ersetzt keinen Artgenossen. Medizinisch notwendige vorübergehende Trennung muss individuell organisiert werden.

Nicht zwingend. Auch zwei Männchen können miteinander harmonieren. Zwei Weibchen sind häufig schwieriger zu vergesellschaften. Entscheidend sind Artzugehörigkeit, Verträglichkeit und eine passende Unterbringung.

Häufig werden etwa 10 bis 15 Jahre genannt. Einzelne Tiere können älter werden. Plane deshalb langfristig, ohne eine feste Lebenserwartung für jedes Tier zu versprechen.

Die Universität Leipzig empfiehlt für ein Paar mindestens 1,5 × 1 × 1 m. Das ist eine fachliche Orientierung. Größere Unterbringung und sichere tägliche Flugmöglichkeiten bleiben wichtige Bestandteile der Haltung.

Von gemeinsamer Unterbringung wird dringend abgeraten. Agaporniden können Wellensittiche schwer verletzen. Plane getrennte Bereiche und verhindere auch Kontakt durch benachbarte Käfiggitter.

Ihre Rufe können laut und durchdringend sein. Höre dir die Tiere möglichst vor einer Anschaffung in einer realistischen Haltungssituation an. Plane nicht damit, normales Rufen dauerhaft unterbinden zu können.

Unlöslicher Grit ist keine notwendige Verdauungshilfe für Agaporniden. Sie schälen ihre Saaten. Übermäßige Aufnahme kann zu Problemen führen. Mineralversorgung und Calcium werden davon getrennt beurteilt.

Ein geschlossener Kasten ist keine notwendige Schlafausstattung und kann Brutaktivität fördern. Biete sichere offene Ruheplätze an.

Manche Tiere werden mit Geduld und freiwilligem Training zutraulich. Das lässt sich nicht garantieren. Einzelhaltung oder Futterentzug sind keine geeigneten Wege, Vertrauen aufzubauen.

Nein, die Pflichten unterscheiden sich nach Art. Für bestimmte Arten gibt es Ausnahmen von der Anzeigepflicht. Kläre genaue Art, Herkunftsunterlagen und Anforderungen bei der zuständigen Artenschutzbehörde.

Fazit: Kleine Papageien mit großen Ansprüchen

Agaporniden sind soziale, aktive und durchsetzungsstarke Vögel. Ihre Partnerbindung macht sie interessant, entbindet aber nicht von einer sorgfältigen Haltungsplanung.

Entscheidend sind passende Artgenossen, ausreichend Platz, eine ausgewogene Ernährung und sichere Beschäftigungsangebote. Prüfe vor der Anschaffung, ob Lautstärke, Aufwand und langfristige Verantwortung zu deinem Alltag passen.

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Vögel sind meine Leidenschaft: Schon seit Kindheitstagen ist mein Leben eng mit Wellensittichen verbunden. Mittlerweile bereichern auch andere australische Sittiche meinen Alltag. Als aktives Mitglied der AZ e. V. teile ich hier fundiertes Praxiswissen für eine Haltung, bei der das Tierwohl an erster Stelle steht. Dieses Projekt betreibe ich mit viel Herzblut – unabhängig, ehrlich und zur Kostendeckung finanziert durch *Affiliate-Links und Werbung.

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    Mareike 11. Mai 2021 at 18:46 - Reply

    Hallo,
    seid 14 Tagen haben wir ein neues Familienmitglied. Nämlich ein Agapornidenkücken.
    Wir würden dieses Kücken gerne versuchen zu zähmen sowie auch an Gemüse gewöhnen. Da das Elternpaar leider keine Erfahrung mit Obst oder Gemüse in ihrem ehemaligen „Zuhause“ gemacht haben, würde ich das bei dem Kücken gerne ändern. Wann darf ich das Kücken das erste Mal
    anfassen ohne das es von der Mutter verstößt und wie kann ich es am besten zähmen und an das essen gewöhnen?

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      Maik 15. Mai 2021 at 06:33

      Im Prinzip kann man die Küken ab dem Schlupf anfassen. Jedoch solltet ihr mit mindestens 4 Wochen warten und euch dann intensiver um den Kleinen Agaporniden zu kümmern.

      Jungvögel werden schnell zahm, jedoch sollten die Elterntiere immer im Vordergrund stehen.

  2. 886548ae4fe700edf2489ced1723ac326df5b5377867042d03f1918a2609d08d?s=54&d=mm&r=g
    werner mutz 18. Mai 2020 at 14:15 - Reply

    HALLÖCHEN ICH HABE SEIT KNAPP ZWEI JAHREN EIN PÄRCHEN SCHWARZKÖPFCHEN SEIT EINIGER ZEIT HABE ICH EIN NISTKASTEN SIE LEGT SCHON JANUAR EIER, ABER BIS JETZT HABEN SIE ES NICHT GESCHAFFT DIE EIER AUSZUBRÜHTEN. ICH WEIS NICHT WARUM HABE ICH WAS FALSCH GEMACHT, KÖNNEN SIE MIR DA WEITER HELFEN?

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      Maik 29. Mai 2020 at 10:06

      Die Brut bei den Agaporniden hängt von vielen Faktoren ab. Natürlich muss die Ernährung umgestellt werden. Hier ist es wichtig, dass sie viele Mineralien und viel Eiweiß zugefüttert werden. Das Nistmaterial ist auch sehr wichtig. Frische Zweige, ich würde Weide empfehlen, sollten zur Verfügung stehen. Sind alle Vorbereitungen getroffen und die Schwarzköpfchen wollen kein Nachwuchs bekommen, bitte den Nistkasten komplett entfernen. Nach zirka 3 Wochen den Kasten mit frischen Zweigen wieder Anbieten. Es kann vorkommen, dass der Hahn die Eier nicht richtig befruchtet.

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    Juliane 18. April 2018 at 21:44 - Reply

    Hallo, wir übernehmen nach einem Trauerfall ein Pfirsichköpfchen. Der kleine lebt alleine seit ein paar Jahren. Macht es Sinn noch einen Partner zu besorgen? Und wie ist es mit der Geschlechtsbestimmung? Liebe Grüße

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      Maik 19. April 2018 at 11:33

      Bei allen Vögel solltest du eine Einzelhaltung vermeiden, natürlich brauchen auch Pfirsichköpfchen einen Partner. Da Agaporniden (Pfirsichköpfchen) keinen Geschlechtsdimorphismus haben, geht eine Geschlechtsbestimmung nur über einen DNA-Test. Dazu einfach eine Feder vorsichtig ausrupfen und ins Labor schicken. Hierzu kannst du zum Beispiel das Labor Tauros Diagnostik für die Geschlechtsbestimmung nutzen.

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    Yvonne 6. Dezember 2017 at 19:28 - Reply

    Hallo Maik, mit interesse lese ich deine Kenntnisse über die kleinen Agas und hoffe, nun auch bei dir Hilfe zu bekommen. Ich habe eine große Zimmervoliere mit einem Pärchen, die nun momentan Nachwuch habens. Also sie hat 6 Eier gelegt in einen dafür angeschafften Nistkasten.

    Der Zoohändler meines Vertrauens hat gesagt, dass die kein Nistmaterial benötigen. Hat bisher auch geklappt, wie gesagt 6 Eier. Frische Weidenzweige sind ständig in der Voliere und wurden vor der Brutzeit auch immer komplett benagt und zerlegt. Vor 4 Tagen ist das erste Küken geschlüpft und wurde auch umhegt und gefüttert. Vorgestern das zweite geschlüpft. Beide haben immer leise gepiept und Mutti hat sie betreut. Ich füttere hochwertiges Aga Futter und nun zusätzlich Aufzuchtfutter.

    Seit gestern abend kein Piepen mehr und heute morgen beide tot. Mir fiel auf, dass die beiden immer seitlich ohne Schutz lagen, weil ja noch die anderen Eier bebrütet wurden. Der Papa hat aber auch oft mit im Kasten gesessen und mit gewärmt. Dies ist die erste Brut der Beiden, sind auch noch nicht so alt (4 + 2 Jahre).
    Das mit der Luftfeuchtigkeit scheint ein Problem, die Voliere steht im Wohnzimmer und da ist es wohl eher trocken….. Soll ich die beiden toten Küken aus dem Kasten nehmen? Sie lässt mich nicht ran. Wenn sie mal raus kommt, frisst und trinkt sie ganz schnell und ist in wenigen Sekunden wieder im Kasten. Was kann ich jetzt noch tun, damit nicht alle Küken sterben? Danke und viele Grüße Yvonne

    • cbee08b68f65a13063f4916613056e567b421c61dbd09942883e7875e9e127a1?s=54&d=mm&r=g
      Admin 20. Dezember 2017 at 08:40

      Hallo Yvonne,

      sorry für die verspätete Antwort, eine schwere Erkältung hat mich nicht aus dem Bett gelassen. Bei Agaporniden solltest du unbedingt Nistmaterial verwenden. Agas sind Nestbauer, verwenden kannst du Stroh, Heu, kleine Zweige und Sägespäne. Das zerlegen der Weidenzweige ist völlig normal, da diese dann zum Bau vom Nest verwendent werden. Die toten Küken müssen unbedingt aus dem Kasten. Bei der Luftfeuchtigkeit solltest du mindestens 60 % erzielen. Dazu unbedingt ein Hygrometer kaufen und ggf. einen Luftbefeuchter.

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    riesen Monika 31. Oktober 2017 at 13:05 - Reply

    Ich habe seit 9 Tagen Agaporniden. Ich denke mal, es sind Scharzköpfchen oder einer evt. Pfirsichköpfchen. Ich habe als Obst, bisher Apfel, Banane, exotische Früchte, sowie Feldsalat angeboten. Doch bisher, habe sie keines davon gefressen ich verstehe es nicht, mach ich etwas falsch? Ich habe nun Paprikaschoten gekauft, aber noch nicht gegeben. Könnt ihr mir ein Rat geben?

    • cbee08b68f65a13063f4916613056e567b421c61dbd09942883e7875e9e127a1?s=54&d=mm&r=g
      Admin 20. Dezember 2017 at 09:56

      Wenn die Tiere Frischkost, wie Obst und Gemüse, nicht kennen kann es vorkommen bis sie etwas dauern sie daran zu gewöhnen. Bei Salatgurke paniere ich immer mit etwas Körner, dass könnte eventuell etwas helfen.

      Vögel an Frischkost gewöhnen

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    riesen Monika 12. Oktober 2017 at 12:12 - Reply

    Ich bekomme nächste Woche zwei Pfirsichköpfchen, das erste mal. bisher habe ich nur Zebrafinken. Ich habe eine große voliere H120 B60 T60 man sagte mir das es reichen würde. Meint ihr das es reicht? Ich möchte ja nur 2 Pfirsichköpfchen. lg Monika

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      Admin 24. Oktober 2017 at 10:21

      Die Voliere hat gute Maße, jedoch ist sie mehr für die Zebrafinken geeignet. Pfirsichköpfchen benötigen wie Sittiche Käfige bzw. Volieren die mehr Breite als Höhe haben. Mit genügend Freiflug sollte es aber dennoch funktionieren.

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    Siggi 8. Oktober 2017 at 07:55 - Reply

    Hallo habe zwei Agaponiten ist es normal, dass wenn ich sie fliegen lasse sie die Tapeten abreisen.

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      Admin 24. Oktober 2017 at 09:56

      Das Vögel Tapete fressen ist normal und kann kaum verhindert werden.

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    Egon Wendelken 18. Januar 2017 at 15:34 - Reply

    Hallo, möchte meine Zucht aufgeben. Würde die Vögel zu einem Spottpreis abgeben. Ebenso eine Anbauvoliere 3x3x3 m. Eigenabbau in 28816 Stuhr.

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      Doris Becker 31. Oktober 2018 at 09:44

      Hallo Herr Wendelkern, habe eben Ihren Beitrag gelesen, der ist ja vom letzten Jahr.
      Meine Frage, haben Sie noch Schwarz-oder Pfirsichköpfchen zu verkaufen?
      Würde mich über eine Antwort freuen.
      Doris Becker

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    eliseo Maugeri 29. Dezember 2016 at 14:32 - Reply

    Ich habe eine Frage!

    Muss man den einen Nistkasten am Käfig anbringen, weil eigentlich soll es bei 4 Vögel bleiben!!????

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      Maik 6. Januar 2017 at 06:39

      Wenn du nicht züchten möchtest brauchst du keinen Nistkasten.

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    Janssen hans 30. August 2016 at 16:58 - Reply

    Meine Agaporniden haben schon 6 Eier im Nistkasten gehabt und es nichts passiert. Wie kann das sein, ist das Männchen schon zu alt?

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      Maik 31. August 2016 at 07:25

      Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brut von Agaporniden ist natürlich geschlechtsreife und gesunde Aga’s und das richtige Nistmaterial. Nicht immer ist eine Zucht von Erfolg gekrönt. Hat die Henne ihre Eier abgelegt, muss es nicht heißen, dass diese auch befruchtet waren. Zudem muss die Henne natürlich auf den Eiern sitzen und brüten. Ich stelle mir gerade die Fragen, ob du die Eier der Agaporniden durchleuchtet hast. Damit kannst du feststellen, ob diese wirklich befruchtet wurden oder die Henne die Eier ohne Tretakt gelegt hat.

      Für die Brut von Unzertrennlichen ist auch das Nistmaterial entscheidend. Der Nistkasten sollte eine Größe von 25x17x17 cm besitzen und zum Nestbau sollten verschiedenen Materialien angeboten werden. Geschälte Rinde von verschiedenen Bäumen, kleine Zweige von Obst- und Hasselnussbaum und etwas Sägespäne.

      Zweige und Rinde müssen täglich zur Verfügung gestellt werden, damit die Henne am Nest bauen kann. Störungen während der Brutzeit mögen Agaporniden nicht so gerne. Eine Nestkontrolle sollte nur unter Umständen alle 2 – 3 Tage erfolgen und die Reinigung der Voliere/Käfigs auch auf ein Minimum reduziert werden.

      Probleme bei der Brut kann es immer geben, egal bei welcher Vogelart. Nun kenne ich deine Unzertrennlichen nicht. Ich weiß nicht wie alt sie sind, aber sicher kann es sein das dein Aga Hahn zu alt ist. Genauso kann es sein, dass die Henne nicht die Voraussetzungen für eine Brut mitbringt. Zudem sollte die Zeit für die Brut beachten (je nach Art der Unzertrennlichen im Winter ansetzten). Wer Lovebirds in der Wohnung züchten möchte, muss auf die Luftfeuchtigkeit sehr achten, sie sollte so bei 60 – 70 % liegen. Ist diese zu niedrig besteht immer eine niedrige Schlupfraten bei Agaporniden.

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      Janssen hans 31. August 2016 at 10:32

      Vielen Dank für die Info. Mit freundlichen Gruß.

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    Dagmar 29. Juli 2016 at 18:29 - Reply

    Hallo kann ich die Vögel auch in der Wohnung fliegen lassen oder geht das nicht?

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    Rodiger 28. Juni 2016 at 06:09 - Reply

    Ich habe von meiner Mutter einen Unzertrennlichen vererbt bekommen. Das Weibchen ist schon seit Jahren tot und das Männchen lebt alleine. Da der Unzertrennliche einen zu kleinen Käfig hatte, haben wir einen großen gekauft. Nun hört man ihn die ganze Nacht piepen, was kann ich machen?

    • 16d024e8ef7563fb85b3977ab20642d82f1b1b224a6ba66c7bcc19987da8d51b?s=54&d=mm&r=g
      Maik 1. Juli 2016 at 07:39

      Ich weiß jetzt nicht wie lange ihr den Unzertrennlichen schon besitzt. Entweder er muss sich noch an die neue Umgebung gewöhnen oder worauf ich tippe ist das er sich einsam fühlt. Er benötigt einen Partner/Partnerin und viel Beschäftigung.

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      Grüße Silvia 25. Dezember 2016 at 10:30

      Hallo, du solltest dir einen Partner für den hinterbliebenen Vogel kaufen, dann ist der Vogel wieder glücklich und hört auf zu piepen. Es gibt Züchter in Deutschland, die extra für alleingebliebene, Einzelvögel verkauft.
      http://www.glosterzucht-isenberg.jimdo.com

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    Nadin 30. Januar 2016 at 07:56 - Reply

    Hallo,

    Wollte mal fragen, wie das ist, wenn man die Tiere nicht gleichzeitig aufnimmt. Geht das oder sollte man das besser vermeiden? Ich spreche von vielleicht 2 Wochen dazwischen. Gewöhnen / binden sich die Tiere dann dennoch aneinander oder sind sie dann zu fest auf den Menschen fixiert?

    Liebe Grüsse

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      Maik 30. Januar 2016 at 08:49

      Hallo Nadin, bei allen Ziervögel, also auch bei Agaporniden (Pfirsichköpfchen, Schwarzköpfchen, Rußköpfchen, Rosenköpfchen usw.) sowie bei Wellensittichen, Nymphensittichen u.a. ist es das beste die Vögel gleich paarweise aufzunehmen. Das ist definitiv stressfreier. Ich empfehle dir ein Pärchen von einen Züchter in deiner Umgebung zu kaufen und diese dann gleichzeitig an die neue Umgebung zu gewöhnen.
      Um deine Frage jedoch zu beantworten, Agaporniden und/oder andere Ziervögel gewöhnen sich nicht innerhalb von 2 Wochen an den Menschen. Bei manchen ist die Eingewöhnungszeit deutlich länger. Du könntest einen Vogel später dazu setzen.

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    Florian 19. Januar 2016 at 21:27 - Reply

    Hallo,

    wir haben ein Pärchen zur Pflege bekommen und nun sind Sie quasi unsere festen Mitbewohner!

    Gerade habe ich ein Ei auf dem Boden der Voliere entdeckt! Es ist intakt! Was kann passiert sein?

    Ich habe es vorsorglich in den Nistkasten gelegt, wo sich das Pärchen gerade aufhält!

    War das falsch?

    MfG

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      Maik 20. Januar 2016 at 07:15

      Hallo Florian,

      ungewöhnlich das deine Agaporniden das Ei auf den Boden gelegt haben. Für die Brut von Agaporniden benötigen die Vögel Nistmaterial im Kasten. Dafür solltest du dünne Weiden- und/oder Haselnusszweige bzw. Rinde von Weichgehölze in den Nistkasten legen. Die Henne wird es sich dann schon heimisch machen, mindestens alle zwei Tage solltest du frische Ästchen geben. Das Ei kannst du aber entfernen, es wird sicher von der Stange auf den Boden gefallen sein und somit einen Schaden haben. Zumal Eier die auf den Boden gelegt wurden nicht bebrütet werden. Zum Thema Nistkasten, er sollte nicht zu klein sein, also Nistkästen für Wellensittiche, wären für Agaporniden zu klein. Für Aga’s benötigst du Nistkästen in der Größe für Nymphensittiche, damit sie Vögel den Kasten anerkennen.

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    Georg 9. November 2015 at 10:30 - Reply

    Ich züchte seit Jahren Pfirsichköpfchen, Schwarzköpfchen & Rußköpfchen und kann aus Erfahrung sagen, dass Agaporniden (Unzertrennliche) mit viel Aufmerksamkeit und Betreuung schnell zahm werden und einen ans Herz wachsen.

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      Katarina 29. März 2016 at 19:27

      Hallo, wir haben uns letzte Woche ein Päärchen Agaporniden zugelegt. Aber sie sind sehr ängstlich & fliegen sofort weg, sobald man näher zum Käfig kommt. Hat jemand irgendwelche Tipps, was man machen könnte, damit sie sich schneller an uns gewöhnen? & wie lange geht das circa bis sie keine Angst haben werden?
      Ich habe erstmals im Leben Vögel zuhause, sind die Unzertrennliche zahme Vögel? Also kann ich sie mit der Zeit in die Hand nehmen & es streicheln? Oder geht das eher nicht?
      LG!

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      Maik 31. März 2016 at 07:59

      Agaporniden müssen wie alle anderen Vögel erst einmal ankommen. Alles bei dir Zuhause ist für sie fremd, neue Umgebung, neue und unbekannte Geräusche und von der Familie getrennt. Auf der Seite „Eingewöhnung von Wellensittichen“ habe ich beschrieben, wie ein Vogelhalter seinen gefiederten Freunden den neuen Lebensabschnitt gestalten kann. Diese Beschreibung kannst du auch auf Agaporniden anwenden und legst damit einen wichtigen Grundstein zum zahmen Vogel.

      Werden Agaporniden zahm?

      Nun jeder Vogel wird mit viel Beschäftigung zahm, jedoch dauert es seine Zeit. Du darfst nicht vergessen, dass Vögel Fluchttiere sind. Agas haben ein anderes Temperament als Sittiche und sind dadurch nicht so gut zu zähmen. Aber wenn du dich ausgiebig und ruhig mit den Vögeln beschäftigst werde sie die Scheu ablegen und irgendwann Vertrauen zu dir finden und nicht mehr so ängstlich sein.

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      Annie 16. Januar 2018 at 16:39

      Ich habe jetzt seit 5-6 Wochen 4 Aga’s in einer angemessenen großen Voliere. Leider ist einer von ihnen ein extremer Angsthase und schreckt die anderen immer mit auf…ich möchte dass sie mir vertrauen und auch zahm werden…aber ich könnte einen Tipp oder evtl eine führende Hand gebrauchen. Können Sie mir da weiter helfen?

      Evtl. Auch sowas wie einen Mentor den ich fragen kann…da Sie (oder darf ich du sagen?)
      Ja eine erfolgreiche und langfristige Erfahrung haben würde ich Sie gerne darum bitten.
      Gerne würde ich auch meine Email Adresse und weiteres hinterlassen!

      Freundliche Grüße, Annie-Mae