Verschiedene Vogelarten als Haustiere – Papageien, Wellensittiche, Kanarienvogel, Zebrafinken und weitere Sittiche auf einem Ast

Ein Vogel als Haustier passt zu dir, wenn du ausreichend Flugraum, passende Sozialkontakte und tägliche Versorgung ermöglichen kannst. Farbe, Gesang oder eine mögliche Zahmheit sollten nicht allein über die Anschaffung entscheiden.

Wellensittiche, Nymphensittiche, Kanarienvögel und andere Heimvögel haben unterschiedliche Bedürfnisse. Es gibt deshalb nicht den einen besten Anfängervogel. Entscheidend ist, welche Art du unter deinen tatsächlichen Bedingungen langfristig gut halten kannst.

Passt Vogelhaltung zu deinem Alltag?

  • Du hast Platz für eine geeignete Voliere und ausreichende Flugmöglichkeiten.
  • Du planst bei sozialen Arten passende Artgenossen ein, statt einen Einzelvogel zu kaufen.
  • Rufe, Federstaub, Futterreste und tägliche Reinigung sind für dich akzeptabel.
  • Du erwartest weder Kuscheln noch Sprechen als garantierte Eigenschaft.
  • Eine zuverlässige Urlaubsbetreuung und vogelkundige Behandlung sind organisiert.
  • Du kannst die Verantwortung über die gesamte Lebenszeit der gewählten Art übernehmen.

Wenn wichtige Voraussetzungen fehlen, ist ein späterer Einstieg oder der Verzicht auf Vogelhaltung die verantwortungsvollere Entscheidung.

Welcher Vogel passt zu mir?

Beginne nicht mit der Frage, welcher Vogel besonders schön oder gerade leicht erhältlich ist. Überlege zuerst, welche Haltung du ermöglichen kannst und was du vom Zusammenleben erwartest.

Du möchtest hauptsächlich beobachten

Dann können beispielsweise Kanarienvögel, Zebrafinken oder geeignete Sitticharten näher betrachtet werden. Beobachtungshaltung bedeutet aber weder wenig Platzbedarf noch geringen Pflegeaufwand.

Du wünschst dir freiwilligen Kontakt

Manche Sittiche und Papageien lernen gerne mit Menschen und nehmen Futter aus der Hand. Andere bleiben zurückhaltend. Eine bestimmte Art garantiert keinen zahmen Vogel.

Auch bei zutraulichen Tieren bleiben Artgenossen, Bewegungsfreiheit und Rückzugsmöglichkeiten wichtig. Einzelhaltung ist kein Mittel, um eine engere Bindung an Menschen zu erzwingen.

Du brauchst eine sehr ruhige Wohnung

Dann solltest du die Anschaffung besonders kritisch prüfen. Jeder Vogel kommuniziert. Auch Arten mit vergleichsweise leisen Rufen sind nicht lautlos.

Höre dir die gewünschte Art vor der Anschaffung in einer realen Haltung an. Ein kurzer Videoclip zeigt nicht zuverlässig, wie sich mehrere Vögel über den Tag verhalten.

Vogelarten für die Heimhaltung im Vergleich

Die folgenden Porträts sind eine erste Orientierung. Sie ersetzen keine artspezifische Haltungsplanung. Lies vor einer Entscheidung den ausführlichen Ratgeber zur jeweiligen Art.

Wellensittich: Sozial und kommunikativ

Wellensittich als Beispiel einer häufig gehaltenen Sittichart

Wellensittiche sind kleine, bewegungsfreudige Papageien. Sie brauchen passende Artgenossen, Flugmöglichkeiten und sichere Beschäftigung. Häufiges Zwitschern gehört zu ihrem Alltag.

Ihre geringe Körpergröße macht sie nicht zu Vögeln für kleine Käfige. Sie können zutraulich werden, sollen aber nicht als einzelne Spielgefährten für Menschen gehalten werden.

Wellensittich-Steckbrief lesen und die Anschaffung von Wellensittichen vorbereiten .

Nymphensittich: Ausdrucksstark und flugfreudig

Nymphensittich mit seiner charakteristischen Federhaube

Nymphensittiche gehören zur Familie der Kakadus. Ihre Haube ist ein auffälliger Teil der Körpersprache. Sie brauchen passende Artgenossen und viel nutzbaren Flugraum.

Durchdringende Rufe, Federstaub und mögliche nächtliche Schreckreaktionen müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Ein ruhiger Eindruck in einem einzelnen Moment beschreibt nicht den gesamten Alltag.

Nymphensittich: Haltung, Ernährung und Verhalten .

Bourkesittich: Dämmerungsaktivität berücksichtigen

Bourkesittich mit rosa und gedeckten Gefiederfarben

Bourkesittiche gelten häufig als vergleichsweise ruhig. Besonders morgens und abends können sie aktiv werden. Ihre Flugmöglichkeiten und die Beleuchtung müssen zu diesem Rhythmus passen.

„Ruhig“ bedeutet nicht anspruchslos oder bewegungsarm. Auch Bourkesittiche benötigen Artgenossen, ausreichenden Raum und tägliche Betreuung.

Bourkesittich: Bedürfnisse und Haltung .

Ziegensittich: Eine aktive Art genauer kennenlernen

Ziegensittich als Beispiel einer aktiven Sittichart

Wer sich für Ziegensittiche interessiert, sollte besonders die Anforderungen an Bewegung, Erkundungsverhalten und sichere Bodenbereiche prüfen. Die Einrichtung muss zur jeweiligen Art passen.

Wähle die Art nicht, weil ein einzelner Vogel im Geschäft neugierig auf Menschen reagiert. Eine kurze Begegnung ersetzt keine Vorbereitung auf die dauerhafte Haltung.

Ziegensittiche im ausführlichen Porträt .

Glanzsittich: Nicht nur nach den Farben entscheiden

Glanzsittich mit farbigem Gefieder

Das auffällige Gefieder ist kein ausreichender Grund für die Anschaffung. Prüfe bei Glanzsittichen insbesondere die Unterbringung, den Umgang mit Störungen und geeignete Sozialkontakte.

Auch eine als friedlich beschriebene Art ist keine Garantie für eine problemlose Gemeinschaftsvoliere.

Glanzsittich: Haltung und Besonderheiten .

Schönsittich: Artspezifisch statt pauschal planen

Schönsittich auf einer Sitzgelegenheit

Schönsittiche sollten nicht allein wegen ihres Namens oder ihrer Gefiederfarben ausgewählt werden. Informiere dich über Platzbedarf, Sozialverhalten und mögliche Veränderungen während der Fortpflanzungszeit.

Eine allgemeine Empfehlung für alle „ruhigen Sittiche“ ersetzt diese Prüfung nicht.

Schönsittich: Informationen zur Haltung .

Schmucksittich: Vor der Anschaffung ins Detail gehen

Schmucksittich mit farbigem Gefieder

Auch beim Schmucksittich müssen Flugraum, Ernährung, Lichtbedingungen und Sozialkontakte vor dem Kauf geklärt sein. Die pauschale Einteilung in „leicht“ oder „schwer“ hilft weniger als eine konkrete Haltungsplanung.

Schmucksittich: Artenporträt und Haltung .

Kanarienvogel: Gesang ohne Einzelhaltung

Kanarienvögel werden häufig wegen ihres Gesangs gehalten. Besonders die Männchen sind dafür bekannt. Das rechtfertigt jedoch keine dauerhafte Einzelhaltung.

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt die Gesellschaft von Artgenossen und großzügigen Flugraum. Zugleich muss das saisonale Revierverhalten berücksichtigt werden: Während der Fortpflanzungszeit können zwischen Hähnen erhebliche Konflikte entstehen.

Kanarienvögel sind deshalb nicht einfach „pflegeleichte Sänger im Käfig“. Die Gruppenzusammenstellung und nötige Trennmöglichkeiten müssen geplant werden.

Ausführliche Hinweise bietet die Broschüre zur Haltung von Kanarienvögeln.

Zebrafinken und andere Prachtfinken

Kleine Finkenarten werden häufig als Beobachtungsvögel gehalten. Auch bei ihnen sind soziale Verträglichkeit, ausreichender Flugraum und eine passende Ernährung zentrale Voraussetzungen.

Zebrafinken und Gouldamadinen sind nicht einfach austauschbar. Klimaansprüche, Fortpflanzungsverhalten und Versorgung müssen für die konkrete Art geprüft werden.

Artspezifische Merkblätter findest du bei der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz.

Agaporniden und andere kleine Papageien

Eine geringe Körpergröße ist kein Zeichen für geringe Ansprüche. Auch Agaporniden und Sperlingspapageien brauchen passende Artgenossen, Flugraum und sorgfältig geplante Beschäftigung.

Prüfe besonders, wie Paarbindungen, Revierverhalten und mögliche Konflikte bei der gewählten Art berücksichtigt werden müssen. Setze kleine Arten nicht ungeprüft zusammen.

Mehr Informationen findest du unter Agaporniden: Haltung und Bedürfnisse .

Große Papageien und Nahrungsspezialisten

Aras, Amazonen, Graupapageien und Kakadus stellen je nach Art sehr unterschiedliche Anforderungen. Eine allgemeine Lebenserwartung von 50 bis 100 Jahren passt nicht zu allen Papageien. Bei manchen Arten muss allerdings mit einer jahrzehntelangen Verantwortung gerechnet werden.

Große Unterbringung, Lautstärke, kräftige Schnäbel, Beschäftigungsbedarf und soziale Anforderungen können die Möglichkeiten eines normalen Wohnraums deutlich übersteigen.

Loris, Beos und andere Spezialisten

Nicht jeder Vogel frisst eine Saatenmischung. Loris benötigen eine auf ihre Ernährungsweise abgestimmte Versorgung, unter anderem mit geeignetem speziellem Lorifutter.

Auch für Beos, Frucht- und Insektenfresser lässt sich kein allgemeiner „Ziervogel-Speiseplan“ aufstellen. Spezialfütterung, Hygiene und Unterbringung müssen vorab mit fachkundiger Unterstützung geklärt werden.

Eine besondere Farbe oder die Fähigkeit, Geräusche nachzuahmen, ist kein ausreichender Anschaffungsgrund.

Papagei, Sittich oder Singvogel: Begriffe richtig einordnen

Sittiche gehören zu den Papageien. Der Nymphensittich gehört trotz seines Namens zur Familie der Kakadus. „Sittich“ bezeichnet also keine gleichrangige Gruppe neben sämtlichen Papageien.

Kanarienvögel gehören zur Familie der Finken, Zebrafinken zu den Prachtfinken. Beide stehen innerhalb der großen Gruppe der Singvögel.

Begriffe wie „Weichfresser“ beschreiben dagegen eine Ernährungsweise. „Exoten“ ist ein unscharfer Sammelbegriff, aus dem sich weder ein gemeinsamer Futterplan noch ein bestimmtes Raumklima ableiten lässt.

Wie viel Platz braucht ein Vogel als Haustier?

Die passende Unterbringung hängt nicht allein von der Körpergröße ab. Entscheidend sind auch Flugverhalten, Gruppengröße, Einrichtung und die zusätzlich verfügbaren Bewegungsmöglichkeiten.

Kleine, sehr bewegungsfreudige Arten können viel Fluglänge benötigen. Eine hohe, schmale Voliere ersetzt keinen nutzbaren horizontalen Flugraum.

Bei Größenangaben genau lesen

  • Sind Innen- oder Außenmaße gemeint?
  • Für wie viele Vögel gilt die Empfehlung?
  • Wird täglicher Freiflug vorausgesetzt?
  • Bleiben die Flugwege nach der Einrichtung frei?
  • Können die Vögel Abstand voneinander herstellen?

Plane die Haltung zuerst anhand der gewünschten Art. Kaufe nicht zuerst einen kleinen Käfig, um anschließend einen vermeintlich passenden Vogel zu suchen.

Sozialkontakt: Warum ein Mensch keinen Artgenossen ersetzt

Für die hier vorgestellten sozialen Heimvögel musst du passende Artgenossen einplanen. Menschliche Zuwendung und Spielzeug ersetzen diesen Kontakt nicht.

Das bedeutet nicht, dass beliebige Vögel gemeinsam harmonieren. Gruppenzusammenstellung, Platz und mögliche Fortpflanzungsphasen müssen berücksichtigt werden. Eine vorübergehende medizinische oder sicherheitsbedingte Trennung ist etwas anderes als geplante dauerhafte Einzelhaltung.

Neue Tiere werden nicht ungeprüft sofort in einen bestehenden Bestand gesetzt. Plane eine zunächst getrennte Unterbringung und vogelkundige Untersuchung. Die Einzelheiten besprichst du mit der Praxis.

Was fressen Vögel als Haustiere?

Es gibt kein für alle Vogelarten geeignetes Standardfutter. Eine Saatenmischung, etwas Obst und ein Mineralstein ergeben nicht automatisch eine vollständige Ernährung.

Je nach Art kommen geeignete formulierte Futtermittel, Saaten, Gemüse, Grünfutter oder spezielle Nahrungskomponenten infrage. Die Zusammensetzung muss außerdem zu Aktivität, Gesundheitszustand und Lebensphase passen.

  • Einen artspezifischen Futterplan vor der Anschaffung klären.
  • Sauberes Trinkwasser jederzeit bereitstellen.
  • Feuchte Futterreste zeitnah entfernen.
  • Futterumstellungen kontrolliert durchführen.
  • Zusätze nicht ungeplant miteinander kombinieren.

Ein voller Napf beweist nicht, dass ein Vogel neues Futter tatsächlich frisst. Entziehe deshalb vertrautes Futter nicht einfach, um eine Umstellung zu erzwingen.

Tägliche Aufgaben: Wie viel Zeit braucht Vogelhaltung?

Eine feste Minutenzahl passt nicht zu jeder Art und jeder Anlage. Plane täglich Zeit für Versorgung, Beobachtung und Reinigung ein. Krankheiten oder Konflikte können den Aufwand kurzfristig deutlich erhöhen.

Diese Aufgaben gehören regelmäßig dazu

  • Futter und Wasser kontrollieren und erneuern.
  • Näpfe, verschmutzte Sitzplätze und Bodenbereiche reinigen.
  • Verhalten, Futteraufnahme und Ausscheidungen beobachten.
  • Sichere Flugmöglichkeiten organisieren.
  • Passende Beschäftigung und Rückzugsmöglichkeiten anbieten.
  • Türen, Gitter und Zubehör auf Schäden prüfen.

Ein Futterautomat ersetzt diese Betreuung nicht. Auch für Wochenenden und Urlaubsreisen brauchst du eine zuverlässige Lösung.

Lautstärke, frühes Rufen und Nachtruhe

Viele Heimvögel beginnen früh am Tag mit ihrer Aktivität. Andere zeigen besonders ausgeprägte Morgen- und Abendphasen. Prüfe, wie dieser Rhythmus zu deinem Haushalt passt.

Ein Vogel soll nicht länger dunkel gehalten werden, nur damit Menschen ungestört ausschlafen können. Ein verlässlicher Tagesablauf und ein geeigneter Schlafbereich sind wichtiger.

Was du vor dem Kauf ausprobieren kannst

Besuche nach Absprache eine Vermittlungsstelle oder eine erfahrene Haltung. Erlebe die gewünschte Art möglichst nicht nur für wenige ruhige Minuten. Frage nach typischen Ruf- und Aktivitätsphasen.

Vergleiche nicht mit einer pauschalen Dezibelzahl ohne Messabstand und Situation. Einzelne Messwerte erklären nicht, wie belastend eine Geräuschkulisse im eigenen Zuhause wirken kann.

Vögel und Kinder: Wer übernimmt die Verantwortung?

Kinder können Vogelverhalten beobachten und altersgerecht bei der Versorgung helfen. Die verlässliche Verantwortung für Unterbringung, Pflege und Behandlung müssen Erwachsene übernehmen.

Vögel sind keine Kuscheltiere. Hinterhergreifen, Festhalten und erzwungener Körperkontakt können Angst und Verletzungen verursachen. Freiwilliger Kontakt muss respektiert werden, auch wenn er ausbleibt.

Die Wohnung vogelsicher machen

Vor dem ersten Freiflug muss die Umgebung zur Vogelart passen. Ein vertrauter Raum ist nicht automatisch sicher.

  • Fenster, Glastüren und Spiegel ausreichend sichtbar sichern.
  • Ungesicherte Fenster und Außentüren schließen.
  • Erreichbare laufende Ventilatoren ausschalten.
  • Heiße Flächen, offene Wasserbehälter und gefährliche Spalten absichern.
  • Giftige Pflanzen und ungeeignete Knabbermaterialien entfernen.
  • Andere Haustiere zuverlässig fernhalten.

Weitere Hinweise findest du unter Gefahrenquellen im Vogelzimmer und Fensterscheiben für den Freiflug sichern . Allgemeine Haushaltsrisiken betreffen auch andere Heimvögel.

Kosten: Nicht nur den Kaufpreis vergleichen

Die Anschaffungskosten des Vogels sagen wenig über die langfristigen Ausgaben aus. Eine großzügige Anlage, geeignete Technik und tierärztliche Behandlung können wesentlich mehr kosten.

  • Voliere, sichere Einrichtung und gegebenenfalls ein Vogelzimmer.
  • Beleuchtung, Strom und bei Außenhaltung ein geeignetes Schutzhaus.
  • Futter, Frischkost und Verbrauchsmaterial.
  • Transportbox und getrennte Unterbringungsmöglichkeit.
  • Tierärztliche Untersuchungen und notwendige Behandlungen.
  • Urlaubsbetreuung und finanzielle Rücklagen.

Ein konkretes Planungsbeispiel findest du unter Kosten für Wellensittiche . Übertrage dessen Beträge nicht ungeprüft auf andere Arten.

(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.

Woher sollten die Vögel kommen?

Frage auch bei Tierheimen und spezialisierten Vermittlungsstellen nach geeigneten Vögeln. Bestehende Bindungen sollten erhalten bleiben. Ein bereits verträgliches Paar kann die Auswahl erleichtern.

Bei jeder Bezugsquelle sind nachvollziehbare Herkunft, dokumentierte Vorgeschichte und offene Beratung wichtig. Eine Ringnummer, Vereinsmitgliedschaft oder professionelle Anzeige ist kein Gesundheitsnachweis.

Diese Fragen helfen bei der Übernahme

  • Welche Herkunft und welches Alter sind bekannt?
  • Welche Sozialkontakte und Bindungen bestehen?
  • Welche Krankheiten und Untersuchungen sind dokumentiert?
  • Welches Futter wird tatsächlich gefressen?
  • Welche Unterbringung kennen die Tiere?
  • Welche artspezifischen Nachweise oder behördlichen Anforderungen müssen vorab geklärt werden?

Prüfe artenschutzrechtliche Fragen vor der Übernahme bei der zuständigen Behörde. Es gibt keine für sämtliche Heimvögel identische Ring-, Melde- oder Genehmigungspflicht.

Gesundheit und Notfallvorsorge

Suche vor der Anschaffung eine vogelkundige Praxis und kläre, welcher Notdienst außerhalb der Sprechzeiten erreichbar ist. Nicht jede Praxis behandelt alle Vogelarten.

Veränderungen bei Aktivität, Futteraufnahme, Bewegung oder Ausscheidungen sollten ernst genommen werden. Ungewöhnlich viel Schlaf ist nicht automatisch ein Zeichen für Entspannung.

Akute Warnzeichen nicht abwarten

Atemnot, Zusammenbruch, Krämpfe, starke Blutungen oder fehlende Sitzfähigkeit erfordern sofortige tierärztliche Hilfe. Halte Transportmöglichkeit und Kontaktdaten bereit.

Vogelkundigen Tierarzt finden

Video: Verschiedene Heimvogelarten kennenlernen

Das folgende Video von tierchenwelt.de stellt mehrere Vogelarten vor. Nutze es als ersten visuellen Überblick, nicht als Rangliste geeigneter Haustiere.

Angaben zu Lautstärke, Zahmheit oder Sprachbegabung beschreiben keine Garantie für den einzelnen Vogel. Die konkrete Haltungsplanung bleibt notwendig.

Checkliste vor der Entscheidung

  1. Eine Art auswählen und ihre Anforderungen im Detail nachlesen.
  2. Die Tiere in einer realen Haltung erleben.
  3. Platzangebot und Flugmöglichkeiten konkret ausmessen.
  4. Geeignete Sozialkontakte und mögliche Trennungen einplanen.
  5. Ernährung, Beleuchtung und Reinigung klären.
  6. Kosten, Notfallreserve und Urlaubsbetreuung sichern.
  7. Erst anschließend über eine Übernahme entscheiden.

Häufige Fragen zu Vögeln als Haustieren

Es gibt keine Art, die ohne Vorbereitung unkompliziert gehalten werden kann. Auch häufige Heimvögel wie Wellensittiche oder Kanarienvögel brauchen Platz, passende Sozialkontakte und tägliche Versorgung. Entscheide anhand der tatsächlichen Haltungsbedingungen.

Manche Arten, etwa Bourkesittiche, gelten als vergleichsweise ruhig. Lautlos ist aber kein Vogel. Erlebe die gewünschte Art vor der Anschaffung und prüfe, ob ihre Rufe zu deiner Wohnsituation passen.

Für die hier beschriebenen sozialen Heimvögel musst du passende Artgenossen einplanen. Menschen ersetzen diese Kontakte nicht. Die richtige Gruppenzusammenstellung ist artspezifisch und muss mögliche Konflikte berücksichtigen.

Nein. Auch kleine Arten können sehr bewegungsfreudig sein. Flugverhalten, Gruppengröße und verfügbare Freiflugzeit sind für die Planung wichtiger als die Körpergröße allein.

Manche suchen freiwillig menschlichen Kontakt, andere bleiben zurückhaltend. Es gibt keine Zahmheitsgarantie. Geduld und freiwilliges Training sind sinnvoller als Bedrängen oder Einzelhaltung.

Nicht beliebig. Verhalten, Futterbedarf, Aktivitätszeiten und Verletzungsrisiken können sich unterscheiden. Jede soziale Art braucht außerdem passende eigene Artgenossen.

Das hängt von der Art ab. Eine allgemeine Mischung aus Körnern und Obst ist keine universelle Vollversorgung. Kläre einen artspezifischen Futterplan und stelle sauberes Trinkwasser jederzeit bereit.

Kinder können altersgerecht mithelfen und die Tiere beobachten. Die dauerhafte Verantwortung müssen Erwachsene übernehmen. Vögel sind keine Kuscheltiere und dürfen nicht zu Körperkontakt gezwungen werden.

Das unterscheidet sich stark zwischen den Arten. Viele Heimvögel begleiten ihre Halter über zahlreiche Jahre. Bei manchen Papageienarten muss für mehrere Jahrzehnte geplant werden. Informiere dich zur konkreten Art.

Erfahrungen aus der Leserschaft

Die folgende Umfrage sammelt Erfahrungen der Teilnehmenden. Sie ist nicht repräsentativ und ersetzt keine fachliche Haltungsberatung.

💬 Deine Meinung zählt

Hat dir dieser Artikel geholfen, die richtige Vogelart für dich zu finden?

Wähle spontan eine Antwort aus und stimme direkt ab.

🔒 Deine Stimme ist anonym und hilft dabei, künftige Inhalte noch hilfreicher zu gestalten.

Loading ...

Fazit: Erst die Haltung planen, dann die Art auswählen

Ein Vogel als Haustier ist keine pflegeleichte Dekoration. Passende Sozialkontakte, Flugraum, Ernährung und tägliche Betreuung bestimmen die Lebensqualität der Tiere.

Wähle deshalb nicht nur nach Farbe, Gesang oder einer möglichen Zahmheit. Prüfe, welche Bedürfnisse du langfristig erfüllen kannst. Wenn die Voraussetzungen fehlen, ist ein Verzicht eine gute Entscheidung im Interesse der Tiere.

Weiterführende Informationen

Deine Meinung zählt

Hat dir der Artikel weitergeholfen?

Wie hilfreich war der Ratgeber für dich? Wähle zwischen 1 und 5 Sternen – mit deiner Bewertung gibst du mir wertvolles Feedback.

Wie hilfreich war dieser Artikel?

1 Stern = wenig hilfreich 5 Sterne = sehr hilfreich

Noch keine Bewertungen – mach den Anfang!

Inhaltsverzeichnis

16d024e8ef7563fb85b3977ab20642d82f1b1b224a6ba66c7bcc19987da8d51b?s=72&d=mm&r=g
Vögel sind meine Leidenschaft: Schon seit Kindheitstagen ist mein Leben eng mit Wellensittichen verbunden. Mittlerweile bereichern auch andere australische Sittiche meinen Alltag. Als aktives Mitglied der AZ e. V. teile ich hier fundiertes Praxiswissen für eine Haltung, bei der das Tierwohl an erster Stelle steht. Dieses Projekt betreibe ich mit viel Herzblut – unabhängig, ehrlich und zur Kostendeckung finanziert durch *Affiliate-Links und Werbung.

Schreib uns einen Kommentar!

  1. a22423a15253a86bc4aa2a1d0be9d1340c823835d21df86e4dcc1910d6e8e3ae?s=54&d=mm&r=g
    Bubbles 10. März 2021 at 17:15 - Reply

    Ist es ratsam den Platz von einem Käfig mit Wellensittichen (wegen Platzproblemen) täglich einmal zwischen zwei Orten zu wechseln?