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Klee wächst fast überall – im Garten, auf Wiesen oder im Topf. Für Wellensittiche kann Wiesen-Klee (Trifolium) eine sinnvolle Ergänzung darstellen, während Glücksklee (Oxalis) als Zierpflanze giftig ist. Der Überblick zeigt, welche Arten unbedenklich sind, welche Risiken bestehen und wie das Grünfutter korrekt angeboten wird.
Warum ist Klee für Wellensittiche interessant?
In ihrer natürlichen Umgebung nehmen die kleinen Sittiche neben Grassamen auch frische Pflanzenteile, Kräuter und Wildblumen auf. Dieses Fressverhalten lässt sich auch in Menschenhand nachahmen. Vor allem Wiesen-Klee punktet mit frischem Aroma, zarter Blattstruktur und sorgt für Abwechslung zum klassischen Körnerfutter. Entscheidend ist jedoch die Unterscheidung zwischen Wiesen-Klee und Glücksklee.
Wiesen-Klee: Gesund, wenn er richtig verfüttert wird
Unter Wiesen-Klee versteht man verschiedene Arten der Gattung Trifolium. In kleinen Portionen ist er eine gute Futterpflanze und liefert wertvolle Nährstoffe. Besonders häufig und gut akzeptiert sind Weißklee (Trifolium repens) und Rotklee (Trifolium pratense).

- Vitamin C – stärkt das Immunsystem.
- Kalzium – wichtig für Knochen, Schnabel und Gefieder.
- Ballaststoffe – unterstützen die Verdauung.
- Abwechslung – regt natürliches Knabber- und Zupfverhalten an.
Praxis-Tipp: Wiesen-Klee maximal 1–2 Mal pro Woche in kleinen Mengen reichen, stets gründlich waschen und nur von ungespritzten, naturbelassenen Flächen sammeln. Weitere geeignete Ergänzungen findest du hier: Obst & Gemüse für Wellensittiche.
Gesunde Inhaltsstoffe
Wiesen-Klee liefert Vitamine & Mineralstoffe – eine sinnvolle Ergänzung zum Körnerfutter.
Fördert Beschäftigung
Das Zupfen an Blättern ahmt natürliches Fressverhalten nach und beugt Langeweile vor.
Natürliche Abwechslung
Beliebt ähnlich wie Vogelmiere oder Löwenzahn.
Risiken bei falscher Fütterung
Auch unbedenkliche Pflanzen können Probleme bereiten, wenn sie falsch eingesetzt werden. Typische Fehler sind:
- Überfütterung: zu große Mengen führen zu Blähungen und Verdauungsstörungen.
- Belastete Sammelorte: Straßenränder, intensiv bewirtschaftete Flächen oder Hundewiesen sind tabu.
- Eintönige Grünfütterung: besser abwechseln mit verschiedenen Wildkräutern.
Bei auffälligem Verhalten, Apathie oder Durchfall nach der Futtergabe empfiehlt sich ein Blick in Krankheitssymptome erkennen sowie bei Bedarf der rasche Kontakt zu einem vogelkundigen Tierarzt.
Glücksklee (Oxalis): Für Wellensittiche giftig
Der dekorative Glücksklee aus dem Handel gehört botanisch zu den Sauerkleegewächsen (Oxalis) und ist kein echter Wiesen-Klee. Oxalis enthält Oxalsäure, die Kalzium bindet und dadurch Mangelerscheinungen sowie Vergiftungen auslösen kann. Besonders um die Jahreswende wird häufig Oxalis tetraphylla verkauft – oft gedüngt oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Typische Symptome einer Oxalis-Vergiftung
- Durchfall, Erbrechen, allgemeine Schwäche
- Atembeschwerden, reduzierte Aktivität, Apathie
- neurologische Störungen (Zittern, Koordinationsprobleme)
- im Extremfall Nierenschäden
Fazit: Glücksklee nicht verfüttern und nicht im Vogelzimmer platzieren. Mehr zu Risiken im Haushalt: Gefahrenquellen für Wellensittiche. Eine fundierte externe Pflanzenliste stellt die Tierärztliche Hochschule Hannover bereit: Giftpflanzen für Haustiere (TiHo Hannover).
Sichere Alternativen
Wer Glücksklee vermeiden möchte, hat viele sichere Optionen:
- Vogelmiere – Klassiker unter den Futterpflanzen
- Löwenzahn (Blätter, Blüten, Stängel) – mild und beliebt
- Gänseblümchen – zarte Ergänzung im Grünfutter-Mix
- Küchenkräuter wie Basilikum oder Petersilie – in Maßen
Weitere Tipps findest du in der Übersicht Obst & Gemüse – was ist geeignet?.
Praxis: So wird Klee richtig verfüttert
- Nur ungespritzte Pflanzen von naturbelassenen Flächen sammeln.
- Gründlich waschen und abtropfen lassen.
- Kleine Mengen reichen völlig aus.
- Variieren mit anderen Wildkräutern.
- Vögel beobachten und bei Unverträglichkeiten pausieren.

