Gesundheitliche Probleme bei Wellensittichen

Es gibt für uns Vogelhalter kaum etwas Schöneres, als morgens vom fröhlichen Gezwitscher und dem lebhaften Treiben unserer gefiederten Freunde geweckt zu werden. Wellensittiche bringen Farbe und Freude in unseren Alltag.

Doch genau wie wir Menschen sind auch unsere kleinen Begleiter nicht vor Krankheiten gefeit. Gesundheitliche Probleme können bei Wellensittichen vielfältig sein und oft schneller lebensbedrohlich werden, als man denkt.

Vogelkrankheiten-: Ursachen, Erkennung, Behandlung
Von Hahn, Dr. Ute (Autor)
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Warum Wellensittiche gesundheitliche Probleme oft verbergen

Wenn du gesundheitliche Probleme bei deinem Vogel bemerkst, ist die Krankheit meist schon weit fortgeschritten. Warum ist das so? Wellensittiche sind Fluchttiere. In freier Wildbahn würde ein schwacher oder kranker Vogel sofort die Aufmerksamkeit von Raubtieren auf sich ziehen. Gleichzeitig bestünde die Gefahr, dass der eigene Schwarm ihn zurücklässt, um die Gruppe nicht zu gefährden.

Deshalb sind Wellensittiche absolute Meister darin, Krankheitssymptome zu überspielen. Sie fressen oft pro forma weiter oder plustern sich nur auf, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Als verantwortungsvoller Vogelhalter ist es daher deine wichtigste Aufgabe, deinen Schwarm täglich genau zu beobachten.

Krankheitssymptome frühzeitig erkennen: Die wichtigsten Warnsignale

Ein gesunder Wellensittich ist aktiv, neugierig, putzt sich regelmäßig und nimmt aktiv am Schwarmleben teil. Weicht das Verhalten deines Vogels davon ab, ist höchste Aufmerksamkeit geboten.

Achte auf folgende ernstzunehmende Krankheitssymptome, die auf gesundheitliche Probleme hindeuten:

  • Verändertes Fressverhalten: Der Vogel frisst auffällig wenig oder stochert nur lustlos in den Körnern.
  • Gewichtsverlust: Ein spitzes, deutlich fühlbares Brustbein ist ein absolutes Alarmzeichen.
  • Apathie und Lethargie: Der Vogel schläft übermäßig viel, oft auf beiden Beinen sitzend (statt entspannt auf einem).
  • Aufgeplustertes Gefieder: Ständiges Aufplustern dient der Wärmeerhaltung, weil dem kranken Körper Energie fehlt.
  • Auffällige Atmung: Schwanzwippen beim Atmen, hörbare Atemgeräusche oder ständiges Niesen.
  • Veränderter Kot: Wässriger Durchfall, unverdauter Kot oder eine ungewöhnliche Farbe (z. B. gelbgrün oder schwarz).
  • Sekret: Ausfluss aus der Nase oder den Augen.

In der Vogelmedizin unterscheidet man grundsätzlich zwischen allgemeinen und spezifischen Krankheitssymptomen. Ein allgemeines Symptom (wie das ständige Aufplustern) zeigt dir nur, dass dem Vogel Energie fehlt. Spezifische Krankheitssymptome (wie das Würgen von klebrigem Schleim) weisen den Tierarzt hingegen schon deutlich genauer auf die zugrundeliegende Erkrankung hin.

Sobald du eines oder mehrere dieser Krankheitssymptome feststellst, solltest du keine Zeit verlieren und sofort einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Normale Kleintierärzte haben oft nicht die nötige Zusatzausbildung für Ziervögel. Universitätskliniken wie die Klinik für Heimtiere, Reptilien und Vögel der TiHo Hannover empfehlen dringend, bei Ziervögeln ausschließlich ausgewiesene Spezialisten zu konsultieren.

Die häufigsten gesundheitlichen Probleme im Detail

Trotz der besten und liebevollsten Pflege können unsere Vögel krank werden. Hier stellen wir dir die Krankheitsbilder vor, die in der tierärztlichen Praxis am häufigsten diagnostiziert werden.

Pododermatitis (Bumblefoot / Ballengeschwür)

Dieses schmerzhafte Problem beginnt meist schleichend mit kleinen Rötungen oder Druckstellen an der Unterseite der Wellensittichfüße.

Wird das Problem nicht rechtzeitig erkannt, wird die Haut immer dünner. Es entstehen offene, blutende Geschwüre. Im schlimmsten Fall stirbt das Gewebe ab (Nekrose) oder die bakterielle Infektion greift auf den Knochen über.

Die Hauptursachen für Pododermatitis in der Heimtierhaltung sind Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Sitzstangen. Gedrechselte Holzstangen aus dem Zoohandel, Plastikstangen oder Sandpapier-Überzüge üben stets Druck auf dieselben Stellen am Fuß aus.

So beugst du vor: Verbanne Plastik aus dem Käfig. Nutze ausschließlich Naturäste (z. B. Haselnuss, Obstbaum) mit unterschiedlichen Durchmessern. So werden die Füße natürlich trainiert und entlastet.

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Parasitenbefall (Grabmilben / Räudemilben)

Ein weiteres sehr schmerzhaftes und optisch unansehnliches gesundheitliches Problem ist der Befall mit Grabmilben, wissenschaftlich Knemidokoptes pilae genannt. Umgangssprachlich spricht man oft von Schnabelräude oder Kalkbeinräude.

Der Parasit nistet sich vorwiegend an den unbefiederten Stellen wie der Wachshaut (Nase), dem Schnabel oder den Beinen ein. Die weiblichen Milben bohren winzige Gänge tief in die Epidermis deines Vogels, ernähren sich vom Keratin und legen dort ihre Eier ab. Das Resultat sind schwammartige, weiße Krusten und Deformationen des Schnabels. Die Behandlung erfolgt beim vogelkundigen Tierarzt meist durch die Kontaktgabe eines Antiparasitikums (z. B. Ivermectin) als Spot-On in den Nacken.

Tumore bei Wellensittichen

Leider sind Wellensittiche genetisch bedingt extrem anfällig für die Bildung von Tumoren.

Aufgrund des sehr schnellen Stoffwechsels wachsen diese Geschwüre bei den kleinen Vögeln oft rasend schnell. Am häufigsten treten Tumore an den Nieren, den Hoden, den Eierstöcken oder den Nebennieren auf.

Blauer Wellensittich mit einer deutlichen Schwellung (Tumor oder Lipom) am Hals- und Brustbereich.

Sichtbare Schwellungen an Brust oder Hals weisen auf ernsthafte gesundheitliche Probleme wie Tumore oder Lipome hin.

Sehr weit verbreitet, aber glücklicherweise oft gutartig, sind Lipome (Fettgeschwulste). Diese entstehen primär durch Fehlernährung und Bewegungsmangel. Ein Wellensittich kann mit einem Lipom oft noch gut leben und alt werden, sofern es ihn nicht mechanisch einschränkt. Hier ist eine drastische Ernährungsumstellung zwingend erforderlich.

Federrupfen

Zupft sich ein Wellensittich übermäßig seine eigenen Federn aus – oft bis auf die nackte, blutige Haut –, liegt häufig ein tiefgreifendes Problem vor.

In den meisten Fällen ist Federrupfen ein Krankheitssymptom starker psychischer Belastung. Ursachen sind fast immer Einzelhaltung, massive Langeweile, Platzmangel oder Stress. Ein neuer gefiederter Partner, viel Freiflug und artgerechtes Spielzeug zur Beschäftigung können dieses Leiden oft lindern.

Wichtig: Bevor man eine psychische Störung diagnostiziert, muss der Tierarzt organische Ursachen (wie Schmerzen, Parasiten oder Lebererkrankungen) zwingend ausschließen!

Kropfentzündung (Macrorhabdiose, Trichomonaden & Co.)

Der Kropf ist ein muskulöser Sack am Hals des Vogels, in dem das Futter eingeweicht wird. Entzündet sich dieser Bereich, spricht man oft vereinfacht von einer „Kropfentzündung“.

Tatsächlich ist dies keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das durch Bakterien, Pilze (wie Megabakterien/Macrorhabdus ornithogaster), Parasiten (Trichomonaden) oder einen Jodmangel ausgelöst wird.

Typische Krankheitssymptome: Der Vogel wirkt matt, plustert sich stark auf und würgt Körner mit klebrigem, oft übel riechendem (fischig oder säuerlich) Schleim hoch. In diesem Fall besteht akute Lebensgefahr! Eine Kropfspülung und Diagnose mittels Kropfabstrich beim Tierarzt sind unumgänglich.

Wichtiger Hinweis: Nicht jedes Hochwürgen von Körnern ist automatisch eine Krankheit. Es kann auch ein Ausdruck von Zuneigung (Partnerfütterung) sein oder es saß schlicht ein Spelz quer im Hals.

Atemwegserkrankungen

Das Atmungssystem von Vögeln ist hochkomplex und extrem empfindlich. Gesundheitliche Probleme der Atemwege werden häufig durch Zugluft, zu trockene Heizungsluft, Hausstaub oder gefährliche Aerosole (wie Teflon-Dämpfe aus beschichteten Pfannen, Haarspray oder Zigarettenrauch) verursacht.

Zeigt dein Wellensittich eindeutige Krankheitssymptome wie häufiges Niesen, Nasenausfluss, beim Atmen knackende Geräusche oder atmet er schwer (erkenntlich am stark wippenden Schwanz), musst du schnell handeln. Entferne jegliche Reizstoffe aus seiner Umgebung und stelle ihn einem Spezialisten vor.

Polyomavirus (Französische Mauser)

Das Polyomavirus verursacht die sogenannte Nestlingskrankheit bei Wellensittichen, wie auch die Klinik für Vögel der Universität Leipzig in ihren Fachinformationen zu Virusinfektionen bei Papageien beschreibt.

Infizieren sich ältere Nestlinge oder verfügen sie über mütterliche Antikörper, nimmt die Krankheit einen chronischen Verlauf. Hierbei kommt es zu schweren Störungen bei der Federbildung. Den Vögeln fallen die wichtigen Schwung- und Steuerfedern aus.

Die nachwachsenden Federn sind deformiert, oft verdreht und bilden sich nicht vollständig aus. Die betroffenen Vögel verlieren dauerhaft ihre Flugfähigkeit. Umgangssprachlich bezeichnet man dieses Krankheitsbild als „Französische Mauser“ und die flugunfähigen Vögel liebevoll als „Hopser“ oder „Renner“. Sie benötigen eine spezielle Käfigeinrichtung, um sicher klettern zu können und Stürze zu vermeiden.

Psittakose (Papageienkrankheit)

Die Psittakose wird durch das Bakterium Chlamydophila psittaci ausgelöst und ist nicht nur für Vögel hochansteckend, sondern auch auf den Menschen übertragbar (Zoonose).

Die Erreger werden über die Luft (Federstaub, getrockneter Kot) übertragen. Befallene Vögel zeigen oft eine Kombination aus schweren Atemwegs- und Verdauungsproblemen. Sie sind hochgradig geschwächt, fressen kaum noch und sondern eitrigen Nasenausfluss ab.

Wegen der Ansteckungsgefahr müssen erkrankte Tiere sofort strikt isoliert werden. Achtung: Die Psittakose unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen in Deutschland. Gemäß dem Robert Koch-Institut (RKI) ist der direkte oder indirekte Nachweis dieses Erregers namentlich meldepflichtig.

Weitere gesundheitliche Probleme im Überblick

Um das Bild abzurunden, solltest du auch folgende Diagnosen kennen, die im Vogel-Alltag immer wieder vorkommen:

  • Verdauungsstörungen: Durchfall muss keine Krankheit sein. Hat der Vogel gerade viel nasses Obst oder Gemüse gegessen, kann der Kot vorübergehend flüssiger sein. Ist der Kot jedoch über zwei Tage verändert (wässrig, grünlich, unverdaut), muss der Kot labortechnisch untersucht werden.
  • Lebererkrankungen: Oft das Resultat jahrelanger Fehlernährung (zu viele fetthaltige Saaten, zu wenig Frischkost). Typische Krankheitssymptome sind ein stark verlängerter, brüchiger Schnabel, verfärbtes Gefieder und Apathie.
  • Verletzungen: Unfälle beim Freiflug gegen Fensterscheiben oder Wände können zu Gehirnerschütterungen, Flügel- und Beinbrüchen oder Verstauchungen führen.
  • Mangelernährung: Ein extremer Vitamin-A-Mangel oder Kalziummangel führt zu Legenot, Immunschwäche und schlechter Federqualität.

Vorbeugung: So schützt du deinen Vogel vor Krankheiten

Die beste Behandlung ist jene, die gar nicht erst nötig wird. Du hast einen riesigen Einfluss auf die Lebenserwartung deiner Tiere.

Mit diesen präventiven Maßnahmen lassen sich viele gesundheitliche Probleme bei Wellensittichen effektiv vermeiden:

  1. Ausgewogene Ernährung: Eine reine Körnermischung reicht nicht aus! Biete täglich frisches Gemüse, etwas Obst, Kräuter und idealerweise auch hochwertige Pellets an, um Nährstoffmängel zu verhindern.
  2. Hygiene: Reinige den Käfig, die Trinknäpfe und Badestellen täglich, um Bakterien und Schimmelpilzen keine Chance zu geben.
  3. Bewegung & Beschäftigung: Vögel müssen fliegen! Biete täglichen, mehrstündigen Freiflug in einem vogelsicheren Zimmer an.
  4. Optimaler Standort: Der Käfig muss an einem hellen, zugluftfreien und ruhigen Ort stehen. Verzichte zwingend auf Tabakrauch, Duftkerzen und Raumsprays im Vogelzimmer.
  5. Artgerechte Haltung: Halte Wellensittiche niemals allein. Ein Artgenosse hält die Psyche gesund und das Immunsystem stark.
Aufgeplusterter gelb-grüner Wellensittich sitzt auf einer Sitzstange, typisch für Krankheitssymptome wie eine Kropfentzündung.

Ein stark aufgeplustertes Gefieder und Apathie sind typische Krankheitssymptome, die bei einer Kropfentzündung auftreten.

Erste Hilfe: Was tun, wenn dein Wellensittich krank ist?

Befürchtest du, dass dein Wellensittich gesundheitliche Probleme hat? Zögere nicht! Vogelkörper bauen bei Krankheit rasend schnell ab.

  1. Vogelkundigen Tierarzt kontaktieren: Vereinbare sofort einen Termin. Ein normaler Kleintierarzt kann bei Vögeln oft nur raten. Wenn du deinen Wellensittich zum Tierarzt transportierst, achte darauf, die Transportbox gut abzudunkeln, um Stress zu vermeiden.
  2. Wärme anbieten: Kranke Vögel frieren schnell. Biete eine Wärmelampe (Infrarot Dunkelstrahler) an einer Seite des Käfigs an, sodass der Vogel sich bei Bedarf aufwärmen, aber auch in eine kühlere Ecke zurückziehen kann.
  3. Stress minimieren: Stelle den Vogel ruhig, dunkle den Raum leicht ab und trenne ihn zur Not von aufdringlichen Artgenossen (Krankenkäfig), damit er Ruhe findet.
  4. Leicht verdauliches Futter: Biete rote Kolbenhirse und Quellfutter an, da dies leichter zu verdauen ist als harte Körnermischungen.
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Fazit

Die Gesundheit deines Wellensittichs hängt maßgeblich von deinen Haltungsbedingungen ab. Artgerechte Ernährung, viel Freiflug, ein sauberer Käfig und vor allem ein gefiederter Partner sind das beste Fundament für ein langes, glückliches Vogelleben.

Lerne deinen Schwarm gut kennen, beobachte ihr tägliches Verhalten aufmerksam und sobald du ernste Krankheitssymptome feststellst, handle schnell und entschlossen.

Häufig gestellte Fragen zu gesundheitliche Probleme beim Wellensittich

Wellensittiche verbergen Krankheitssymptome oft sehr lange, um im Schwarm nicht als schwach aufzufallen. Achte auf Warnsignale wie andauerndes Aufplustern, Apathie (viel Schlafen, oft auf beiden Beinen), Gewichtsverlust (ein spitzes, fühlbares Brustbein), veränderten Kot (wässriger Durchfall), Atemgeräusche oder Appetitlosigkeit. Bei diesen Anzeichen solltest du keine Zeit verlieren.
Zu den Diagnosen, die Tierärzte am häufigsten stellen, zählen Kropfentzündungen (oft ausgelöst durch Pilze wie Megabakterien oder Trichomonaden), Tumore und Lipome, Parasitenbefall (Grabmilben an Schnabel und Füßen), akute Atemwegserkrankungen sowie Pododermatitis (schmerzhafte Ballengeschwüre an den Füßen).
Nein, das ist im Ernstfall nicht zu empfehlen. Vögel haben eine völlig andere Anatomie und einen anderen Stoffwechsel als Hunde oder Katzen. Du solltest bei gesundheitlichen Problemen immer einen ausgewiesenen, vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Nur dieser verfügt über das spezielle Fachwissen und die passenden Diagnosegeräte für Ziervögel.
Das Würgen von Körnern in Verbindung mit zähem, oft fischig oder säuerlich riechendem Schleim ist ein klassisches Alarmzeichen für eine Kropfentzündung. Der Vogel wirkt dabei meist sehr matt und plustert sich auf. Hier besteht akute Lebensgefahr und du musst sofort zum Tierarzt! (Hinweis: Trockenes Würgen ohne Schleim und ohne Apathie kann auch ein harmloses Balzverhalten sein.)
Die beste Medizin ist eine artgerechte Haltung. Viele gesundheitliche Probleme lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung (Körnermischung plus tägliche Frischkost), viel Bewegung (täglicher Freiflug), einen sauberen und zugluftfreien Standort, Naturholzstangen zur Entlastung der Füße und eine stressfreie Umgebung vermeiden. Ganz wichtig: Halte Wellensittiche niemals allein – Einsamkeit macht Vögel psychisch und physisch krank.

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Vögel sind meine Leidenschaft: Schon seit Kindheitstagen ist mein Leben eng mit Wellensittichen verbunden. Mittlerweile bereichern auch andere australische Sittiche meinen Alltag. Als aktives Mitglied der AZ e. V. teile ich hier fundiertes Praxiswissen für eine Haltung, bei der das Tierwohl an erster Stelle steht. Dieses Projekt betreibe ich mit viel Herzblut – unabhängig, ehrlich und zur Kostendeckung finanziert durch *Affiliate-Links und Werbung.

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    Carsten Sdun 24. Dezember 2020 at 12:07 - Reply

    Hallo liebe Welli Freunde, wer kann uns helfen? Unser Bibo macht seit Wochen bzw. Monaten so einen schrilligen Ton, der durch Mark und Bein geht, kennt ihr alle!!! Egal was meine Frau macht, sagt oder tut, er kommt sofort dazwischen. Sonst aber ist er gleichzeitig voll super am quasseln!!! Besonders schlimm ist es beim essen zubereiten, da dreht der durch!!! Meine Frage, was können wir machen das er es aufhört bzw. was bedeutet das, damit wir ihm helfen können!

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    Jörg Knospe 22. Oktober 2020 at 15:05 - Reply

    Meine Wellensittich Henne ist seit 2 Tagen nicht mehr so mobil und vertreibt ihren Kumpel.
    Fressen und saufen normal. Sie schläft viel und ist aggressiv vor allem an den Futterplätzen.
    Käfig 1m x 1m x 1,65m + einen normalen Käfig wo sie Abends immer reingehen.

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    Patty 15. April 2020 at 18:42 - Reply

    Wellis sind Familienmitglieder, das
    heißt niemals alleine auf
    dem Balkon und immer
    Mit dir zusammen. Drinnen gewährt man ihnen immer Freiflug, daher ist die handzahme Haltung immer zu begrüßen und hat oberste Prriorität.
    Ps. Lieber wenige Wellis,
    dafür aber die Perfekten.
    Lg.patty

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    Arzu 3. Juli 2018 at 22:16 - Reply

    Kann ich meine Wellensittiche mit Käfig über Nacht auf überdachten Balkon lassen ?

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      Maik 4. Juli 2018 at 08:03

      Ja kannst du, wenn die Wellensittiche auf dem Balkon geschützt sind. Das heißt, sollte es Nachts stürmisch werden sollte der Wellensittichkäfig nicht im Wind oder Regen stehen. Außewrdem sollte direkter Straßenlärm vermieden werden, also nicht an einer stark befahrener Bundesstraße den Vogel auf dem Balkon lassen.

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    Dennis 26. Juni 2018 at 12:56 - Reply

    Hallo und vielen Dank für den Beitrag.

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    Anna Wüstner 24. November 2017 at 09:13 - Reply

    Hallo und vielen Dank für den Beitrag. Wir haben in unserer Wohnung schon seit Jahren Wellensittiche, da ich nicht so oft Zeit habe kümmert sich meine Schwester überwiegend um die Haustiere. Es stimmt, dass man oft Dinge bemerkt bzw. es oft zu verschiedenen Auffälligkeiten kommt. Meine Schwester rennt dann lieber mit den Tieren zum Tierarzt – Sicher ist sicher!

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